Ein Tag im Nationalpark

Am Freitag, den 21. Mai, bei schönstem Wetter, brachen wir mit dem Bus und dem Nationalparkranger Reitsch nach Gstatterboden auf. Von dort gingen wir Richtung Ennstalhütte. Reitsch hatte in seinem Rucksack einige „Überraschungen“ für die Kinder mitgenommen und zeigte die getrocknete Blindschleiche, den Hirschkäfer und ein Gamskrickl. Dazu hatte er eine Menge Anekdoten auf Lager und die Kinder hingen an seinen Lippen. Er erklärte unter anderem, dass der Eingang eines Schneckenhäuschens erst dann aufgebogen ist, wenn die Schnecke erwachsen ist. Im Anschluss bekamen die SchülerInnen und Schüler die Augen verbunden und „stolperten“ im Gänsemarsch über unebenen Waldboden, Wurzeln und Steine. In einem ausgetrockneten Bachbett machten wir schließlich Rast und die Kinder packten ihre mitgebrachten Jausen aus. Die Abenteuerlustigen unter ihnen sprangen von Fels zu Fels und über die kleinen Rinnsale. Nach einiger Zeit packte Reitsch ein Seil aus und zwei Kinder standen sich auf wackligem Stein gegenüber und hatten die Aufgabe, den jeweils anderen mittels Ziehen oder Loslassen des Seils vom Stein zu befördern. Manche Kinder entwickelten dabei gute Taktiken und brachten sogar die Erwachsenen dazu, vom Stein zu steigen.

Leider war der Vormittag wieder viel zu schnell vorbei und wir mussten zurück zu unserem Bus. Herzlichen Dank, Reitsch, für diesen schönen Tag im Nationalpark.

Danke, Sabine Steiner!

Für den wunderschönen Blumenschmuck vor der Eingangstür und den sauberen Blumenstreifen vor der Schule möchten wir uns ganz, ganz herzlich bei Frau Sabine Steiner bedanken, die in ihrer Freizeit den mit Unkraut überwuchterten Streifen in eine Augenweide verwandelt hat.

Wir suchen den Frühling

Am Donnerstag, den 29. April 2021 war uns der Wettergott sehr hold und unterstrich unseren ersten Wandertag im Frühjahr mit milden Sonnenstrahlen. Johanna, unsere Rangerin, drückte den Kindern eine Landkarte von Weng in die Hand. Die Kinder hatten die Aufgabe verschiedenfärbige Blumen, Insekten oder Vögel zu suchen und diese richtig in ihre Landkarte einzutragen. Auf dem Hinweg fanden die Kinder eine todkranke Hummel, die die Rangerin von ihrem Leiden erlöste. Bei unserem ersten Rastplatz verstreuten die Lehrerinnen verschiedenfarbige Wäscheklammern in der Wiese, die die Kinder aufmerksam wieder finden sollten. Von den vielen, vielen Wäscheklammern wurde leider nur ein Bruchteil wiedergefunden, denn die widerspenstigen Grasbüschel standen in alle Richtungen, waren zwar nicht sehr hoch, aber dicht. Danach gingen alle weiter zu unserem Picknickplätzchen direkt an der Enns. Es war ein sehr idyllischer Ort und die Kinder genossen die warmen Sonnenstrahlen, das Zwitschern der Vögel und das Plätschern der Enns, während sie ihre Jausen verspeisten. Im Anschluss entdeckten sie das Werk einen Bibers und Johanna erzählte allen von der Insel in der Enns. Über einen ziemlich wackelig wirkenden Steg kamen die Kinder zu einem Feld, in dem sie sich hinlegen und ausstrecken sollten. Ihre Aufgabe war es, zu zählen, wie viele Vogelarten sie hören konnten. Interessant war, dass einige Kinder gar nicht in der Lage waren dort zu entspannen, geschweige denn zuzuhören und innerlich ruhig zu werden, andere wiederum lagen gemütlich im Gras auf ihren Jacken und lauschten gespannt. Das Ergebnis war sehr abenteuerlich. Während die einen drei, vier verschiedene Vogelstimmen unterscheiden konnten, kamen andere auf 30 Arten, was auch nicht sehr realistisch war. Zum Abschluss malten die Kinder ihre Erinnerungen auf ein kleines Blatt Papier, das auf ein großes Plakat geklebt wurde. Von den Frühlingsblumen, bis zu Biber und den Vögeln wurden hier die Erlebnisse des Tages aufgemalt. Es war ein wundervoller Wandertag, sehr ungewohnt nach dieser langen Pause, aber umso nötiger.

Der Eiszapfen

(eine Reizwortgeschichte von Matheo Enhuber)

An einem schönen Wintertag hing Paul, der erste Eiszapfen an einer Dachrinne, mit seinen sechzehn Freunden an einem alten Holzhaus herum.

Im letzten Frühling saß er in Deutschland an einer Eisskulptur fest. Jetzt war dieser Winter auch vorbei und er spürte, wie er anfing zu schmelzen.

Als er sich von seinen Freunden verabschiedet hatte, geschah es: Es knackte und er fiel in eine Pfütze. In weniger als zehn Minuten war er geschmolzen und floss auf den Gullischacht zu. Er hatte keine Angst, denn er hatte diesen Augenblick seit Jahren immer wieder erlebt. Als er in der Kanalisation gelandet war, wurde es stockdunkel. Bald stellte er erleichtert fest, dass er endlich am Ende des Tunnels angekommen war.

Er trieb und trieb elf Monate lang herum und entdeckte, dass er ein paar Tage darauf als Schneeflocke auf ein Haus mit vielen Eiszapfen zuflog und – an der Dachrinne festfror.

So begann es und so wird es sich immer wiederholen.

Nationalpark – News

Johanna, Doris und Reitsch besuchten die Volksschule Weng mit einem großen Sack voller Geschenke. Ein Riesentransparent, Kekse, Aufkleber, eine Weihnachtsgirlande und als spezielles Highlight – ein selbstgemachter Film. Wir haben am letzten Schultag den Film angesehen und für gut befunden und wünschen Euch auf diesem Weg nochmals Frohe Weihnachten und DANKE für Euren Einsatz!

Nikolaus und Krampus

Da heuer ein fremder Nikolaus nicht erlaubt war, haben wir kurzerhand einen schulinternenen Nikolaus gebeten, einzuspringen. Der war nicht faul und hat sich gleich einen kleinen Krampus mitgenommen. Nach einer hübschen Geschichte und ein paar Gedichten, die die Schülerinnen und Schüler dem Nikolaus zum Besten gaben, verteilte der gute „Mann“ an die „braven Kinder“ Geschenke, wie es schon seit Jahrhundertern so der Brauch ist. Der kleine Krampus, unser Ralf, hat sich vor den Kindern umgezogen um ihnen die Angst zu nehmen. Trotzdem hatten alle Respekt, als er dann mit der Maske vor ihnen stand.